:Gerechtigkeit für Öcalan
Das wochenlange Gerangel um
die Person Öcalans hat gezeigt, daß das Schicksal
des PKK-Führers von einer internationalen
politischen Lösung des Kurdenproblems nicht zu
trennen ist. Die Kurdistan-Solidarität Freiburg
vertritt die Auffassung, daß nur eine internationale
Konferenz eine solche Lösung bringen kann. Sie
fordert das uneingeschränkte Recht des kurdischen
Volkes auf Selbstbestimmung und übt aktive
Solidarität mit ihm bei der Suche nach
demokratischen, friedlichen Lösungen der Kurdenfrage
im Zusammenwirken mit anderen demokratischen Kräften
innerhalb und außerhalb des Landes. Es ist nicht
hinzunehmen, daß die mit der Türkei verbündeten
NATO-Staaten und Mitgliedsländer der EU, die die
Kurdenfrage so lange ignoriert haben, nun jede
Verantwortung von sich weisen!
: Deutsche Waffen, deutsches
Geld...
Nicht thematisiert wird, daß
dieser Krieg mit deutschem Geld und deutschen Waffen
unterstützt wird. Deutsche Panzer werden eingesetzt
um kurdische Dörfer anzugreifen! Deutsches Know-How
wird genutzt um Giftgasanlagen zu bauen! Nicht
thematisiert werden das Elend von Millionen
vertriebener Kurden und Kurdinnen und die
verzweifelten Versuche der kurdischen Bewegung, die
internationale Staatengemeinschaft zu einem
Eingreifen und zu einer politischen Lösung der
Konflikte zu bemühen.
: Abschiebestopp sofort!
Seit der Entführung von
Abdulla Öcalan hat sich die Situation nicht nur in
den kurdischen Provinzen, sondern auch in den
türkischen Metropolen drastisch verschärft. Amnesty
International, Pro Asyl und andere Menschenrechts-
und Flüchtlingsorganisationen haben mehrfach auf
Massenverhaftungen, Razzien, Todesfälle unter Folter
und Verschwindenlassen von Oppositionellen
hingewiesen. Auch das Auswärtige Amt der
Bundesregierung hat in einem Bericht zur aktuellen
Lage in der Türkei geäußert, daß »...ein
erhöhtes Risiko einer besonderen Gefährdung für
abzuschiebende Türken kurdischer Volkszugehörigkeit
besteht«.
- Die
Kurdistan-Solidarität Freiburg fordert die
Bundesregierung auf, endlich mit allen
politischen Mitteln zu reagieren, alle
Rüstungsexporte sofort zu stoppen und sich
für eine Aussetzung des Prozesses gegen
Abdullah Öcalan einzusetzen, damit der
dringend erforderliche Friedensprozeß unter
Beteiligung aller Kriegspartner initiiert
werden kann.
- Die
Kurdistan-Solidarität Freiburg fordert von
der deutschen Bundesregierung, von den USA,
von den EU- und NATO-Staaten, daß sie
gegenüber der Türkei konsequent auf der
Einhaltung von Demokratie und Menschenrechten
bestehen und in diesem Sinne aktiv
politischen Druck auf die türkische
Regierung ausüben.
- Die
Kurdistan-Solidarität Freiburg befürchtet,
daß die türkische Regierung PKK-Führer
Abdullah Öcalan nach seiner Festnahme und
Verbringung in die Türkei auf der Grundlage
der dortigen Antiterrorismusgesetze
aburteilen und damit Rache für den
Freiheitskampf des kurdischen Volkes nehmen
will. Damit würde die jahrzehntelange
Unterdrückung des Selbstbestimmungsrechts
und elementarer Menschenrechte der Kurdinnen
und Kurden durch den türkischen Staat
nahtlos fortgesetzt.
- Die
Kurdistan-Solidarität Freiburg appelliert an
die türkische Regierung, sich nicht von
Rachegefühlen leiten zu lassen, sondern
endlich Schritte zu einer demokratischen und
friedlichen Lösung der Kurdenfrage zu gehen.
- Die
Kurdistan-Solidarität Freiburg fordert die
Bundesregierung auf sofort einen
Abschiebestop von Kurdinnen und Kurden in die
Türkei zu erlassen!
- Die
Kurdistan-Solidarität Freiburg fordert die
Bundesregierung auf, sofort jegliche
militärische Zusammenarbeit mit der Türkei
zu beenden!
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